Zusammen leben, zusammen wachsen.

Die interkulturelle Initiative lädt ein

„Zusammen leben, zusammen wachsen“ ist das Motto für den Bunten Abend am Samstag, dem 26. Oktober um 19 Uhr im Gemeindehaus St. Michaelis: Wir werden zusammen essen, Geschichten aus aller Welt hören, der Musik von Hasan Asadi und Siegfried Clasen lauschen – und wir lassen uns von ihnen zum Tanzen auffordern!

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Von Bienenbüttel und Wichmannsburg nach Mhlangana, Südafrika

Bild: Sigrid Grote, 2018.

Im April sind wir, Daniel Bruns, Jimi Puttins und ich, mit 11 anderen Delegierten aus dem Kirchenkreis Uelzen zu einem Partnerschaftsaustausch in den Kirchenkreis Ondini in Südafrika gefahren. Über unsere Erlebnisse in den Gemeinden, das Feiern des Osterfestes, das Zusammenleben und die Begegnungen in den Familien berichten wir am Mittwoch, den 23.10.2019, 19.30 Uhr im Gemeindehaus in Bienenbüttel.

Bild: © Sigrid Grote, 2019.

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Wo waren Sie, als die Mauer fiel?

Es ist eines dieser historischen Daten, an die sich wohl jeder und jede von uns erinnern kann. Bilder von Menschen, die durchs Brandenburger Tor spazieren, auf der Mauer tanzen, sich in den Armen liegen – sie gingen vor 30 Jahren um die Welt. Dabei war die Öffnung der Grenzen am 9. November ja nur eines von vielen erstaunlichen Ereignissen im Herbst 1989. Das eigentliche Wunder hat sich schon viel früher zugetragen.

Anfang der 1980er Jahre steuert das Wettrüsten im Kalten Krieg auf einen unheilvollen Höhepunkt zu. In Reaktion auf den wachsenden Militarismus des DDR-Regimes beginnen Christen und Christinnen überall im Land, für den Frieden zu beten – in Leipzig und Berlin, aber auch in Kleinstädten und Dörfern. Die Kirchengemeinden werden zu Orten, an denen sich die Menschen trauen, frei zu sprechen. Hier werden die Missstände im Land offen angesprochen. Hier wird gesungen und diskutiert, gebetet und geträumt von einer anderen Welt. Biblische Bilder erscheinen mit einem Mal höchstaktuell – „Schwerter zu Pflugscharen“, die Sehnsucht nach einem friedlichen und gerechten Leben, aber auch der Auszug aus Ägypten und die bröckelnden Mauern von Jericho.

Ich erinnere mich noch gut daran, wie sehr mich die Bilder aus der Berliner Gethsemanekirche damals berühren. Als kirchlich
und politisch engagierte Vierzehnjährige schaue ich beinahe etwas neidisch hinüber in den anderen, unvertrauteren Teil Deutschlands. Und heute? Kirchen als Orte, an denen drängende gesellschaftliche Fragen ins Gebet genommen werden und friedlich miteinander gestritten wird. Kirchen – nicht als Gegenwelt, aber doch als Orte, an denen Utopien erträumt und formuliert werden. Das wünsche ich mir noch immer. Unsere Gesellschaft braucht solche Orte der respektvollen Begegnung und des mutigen Träumens mehr denn je.

Träumen Sie bitte mit!

Mit herzlichen Grüßen
Ihre Pastorin Julia Koll

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